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Regierungsbildung in den Niederlanden
Jetten I - eine neue Minderheitsregierung für die Niederlande

Autorin/Autor: Angela Ostlender

Die Niederlande betreten politisches Neuland: Erstmals seit Langem regiert ein Kabinett ohne eigene parlamentarische Mehrheit. Mit Rob Jetten (D66) als jüngstem Ministerpräsident der niederländischen Geschichte startet das sogenannte Kabinett Jetten I in eine experimentelle Phase – doch wie stabil kann eine Minderheitsregierung tatsächlich sein? Und welche Chancen bietet dieses neue Modell für eine „neue politische Kultur“?

Nach monatelangen Koalitionsverhandlungen haben sich die linksliberale D66, die rechtsliberale VVD und das christdemokratische CDA auf die Bildung einer Minderheitsregierung geeinigt. Der Koalitionsvertrag „Aan de slag – Bouwen aan een beter Nederland“ („An die Arbeit – Bessere Niederlande bauen“) legt Prioritäten wie Bildung, Forschung, Sicherheit, Klima- und Energiepolitik sowie die Integration von Geflüchteten fest. Doch jede Gesetzesinitiative hängt nun von wechselnder Unterstützung anderer Fraktionen ab – ein politisches Experiment, das sowohl Chancen als auch Risiken birgt.

Werden D66, VVD und CDA trotz unterschiedlicher Positionen in gesellschafts-, migrations- und klimapolitischen Fragen tragfähige Reformen durchsetzen können? Kann das Kabinett den Fragmentierungsgrad des Parlaments überwinden und konstruktive Mehrheiten für wichtige Entscheidungen sichern? 

Die neue Regierung versteht sich weniger als geschlossener Machtblock, sondern als moderierende Instanz, die Kooperation mit zivilgesellschaftlichen Akteuren und parlamentarischen Fraktionen gezielt ausbaut. Ob dieses Modell der wechselnden Allianzen eine neue politische Kultur in den Niederlanden etabliert oder zu Blockaden führt, bleibt abzuwarten.

Mehr erfahren über den Koalitionsvertrag, Kabinettsstruktur und Schlüsselpersonen:

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Kontakt

Programm Managerin: Angela Ostlender
Europäischer Dialog
Programm Managerin
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Leiter: Christian Forstner
Belgien (Europa-Büro Brüssel)
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