Podiumsdiskussion
Führung im Dreiergespann? Das Weimarer Dreieck und Europa
Das Dreigespann Deutschland, Frankreich und Polen hat großes Gewicht in Europa. Zusammen vereinen sie 41% der EU-Bevölkerung und erwirtschaften fast die Hälfte des europäischen Bruttoinlandsprodukts.
David Liuzzo, New European; CC BY-SA 3.0; CC BY-SA 3.0
Kurz vor seiner Wahl zum Bundeskanzler mahnte Friedrich Merz in einer außenpolitischen Grundsatzrede an: “Am dringlichsten ist die Reparatur unserer Beziehungen zu unseren beiden wichtigsten Nachbarn in Europa: zu Polen und zu Frankreich.”
Hier setzte der neue Kanzler gleich ein Zeichen: Als erste Amtshandlung reiste er erst nach Paris – um noch am selben Tag weiter nach Warschau zu fliegen. Auch im Koalitionsvertrag hatten die Regierungsparteien versprochen, das Verhältnis zu beiden Ländern zu stärken: „Im Weimarer Dreieck werden wir die enge Abstimmung zu allen relevanten Fragen der Europapolitik suchen, um im Dienst der ganzen EU geeinter zu handeln.“
Das Weimarer Dreieck ist ein informelles Gesprächsformat zwischen Frankreich, Polen und Deutschland. Gegründet 1991 von den Außenministern Hans-Dietrich Genscher, Roland Dumas und Krzysztof Skubiszewski – in der Geburtsstadt Goethes – sollte es die Integration Europas nach dem Fall der Mauer vorantreiben.
Nach dem EU-Beitritt Polens 2004 geriet das Gesprächsformat allerdings ins Hintertreffen. Dabei hat das Dreigespann hat großes Gewicht in Europa. Zusammen vereinen sie 41% der EU-Bevölkerung und erwirtschaften fast die Hälfte des innereuropäischen Bruttoinlandsprodukts. Auch verfügen sie heute über die stärksten Streitkräfte.
Kann das Weimarer Dreieck in diesen Zeiten als Vorbild für Europa dienen? Welche Rolle spielt es in der europäischen Verteidigungspolitik und NATO? Und warum ist es gerade wichtig, Interessensunterschiede herauszuarbeiten?
Welche Antworten die Abgeordnete aus Polen, Frankreich und Deutschland auf diese Fragen geben, lesen Sie im ausführlichen Artikel der Hann-Seidel-Stiftung hier.
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