EU-Standort Luxemburg
Europas „Nummer Drei“
Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hat seinen Sitz auf dem Kirchberg in Luxemburg.
Court of Justice of the European Union
Robert Schuman gilt gemeinhin als der Übervater der Europäischen Union, wie wir sie heute kennen. Als französischer Außenminister entwarf er in einer Rede eine Idee der europäischen Integration, die als „Schuman-Plan“ in die Geschichte einging. Schuman personifiziert nicht nur wegen seiner zukunftsweisenden Rede die europäische Einigungsgeschichte. Sie drückt sich auch in seiner Biografie aus. Geboren in Luxemburg, lernte der junge Schuman im Elternhaus nicht Französisch, sondern „Luxemburgisch“, jene eigenwillige Sprache, die erst in den vergangenen Jahren kodifiziert wurde und manch einen an Mitteldeutsch mit französischen Elementen erinnert.
Mit seiner Geschichte und Lage als Grenzregion zwischen Frankreich und Deutschland hat das Großherzogtum Luxemburg enge kulturelle Verflechtungen mit beiden Nachbarn. Und auch wirtschaftlich: noch heute fahren viele Luxemburger und Diplomaten zum Einkaufen in das nahe gelegene Trier über die Grenze.
Seit Kriegsende hat sich das Großherzogtum zu einem wichtigen Finanzplatz in Europa entwickelt – auch dank eines „steueroptimierten“ Wirtschaftsmodels. Zudem sind über 10.000 EU-Beamte sind im beschaulichen Großherzogtum tätig. Aber warum ausgerechnet in Luxemburg?
Wie die Luxemburger das Rad Geschichte ergriffen haben, welche Rolle der Weltraum für die luxemburgische Wirtschaft spielt und warum das Land ähnliche innenpolitische Debatten hat wie Deutschland, lesen Sie hier in unserem Bericht auf der Webseite der Hanns-Seidel-Stiftung.
Mit dem Vizepräsidenten des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) Thomas von Danwitz (zweiter vorne links).
Timon Ostermeier/HSS
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